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Sozialhilfe
Einreichung der Petition für ein soziales Existenzminimum
Übergabe der Petition für ein soziales Existenzminimum

Sozialhilfe
Einreichung der Petition für ein soziales Existenzminimum

9‘308 Unterschriften überreichten Komiteemitglieder und Vertretungen unterstützender Organisation an die Grossratspräsidentin Beatrice Struchen. In nur drei Monaten wurde die stattliche Anzahl Unterschriften gesammelt.

Die Unterzeichnenden der Petition bitten den Grossen Rat, auf die Kürzung der Sozialhilfe um 10 Prozent zu verzichten und ein soziales Existenzminimum zu garantieren.

Eine Kürzung der Sozialhilfe gefährdet die soziale und berufliche Integration armer Menschen und verhindert ein menschenwürdiges Leben. Eine zu knappe Existenzsicherung wird zu einer Armutsfalle. Ein soziales Existenzminimum ist eine zentrale Voraussetzung, um aus der Armut herauszufinden.

Jutta Gubler Kläne-Menke, Geschäftsleiterin AvenirSocial Sektion Bern, appelliert: „Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung für das Wohlergehen aller Menschen im Kanton Bern. Eine Kürzung der Sozialhilfe würde die Falschen treffen: im Kanton Bern über 40‘000 arme Menschen. Diese Menschen sind auf unsere Hilfe angewiesen, weil sie keine Chance haben, aus eigener Kraft über die Runden zu kommen.“

„Wenn das soziale Existenzminimum für prekär Beschäftigte, IV-Empfänger, Rentner und für Sozialhilfeempfänger nicht mehr gewährleistet ist, kann man nicht mehr von einem Sozialstaat sprechen, obwohl die Bundesverfassung nach einem solchen Staat verlangt.“ deklariert Thomas Näf, Präsident Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen KABBA.

Anna Vasiljevic, von Kriso Bern – Forum für kritische Soziale Arbeit, erläutert: „Als Professionelle der Sozialen Arbeit ist es eine unserer Aufgaben, die Sozialhilfebeiträge so einzusetzen, dass die soziale Integration der Betroffenen schnellstmöglich wiederhergestellt und gefördert wird. Durcheine pauschale Kürzung der Sozialhilfe um 10 % würden uns Hände und Mittel gebunden, um unseren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen.

“Barbara Geiser, Geschäftsführerin ad I. SAH Bern, sagt: „Das SAH Bern unterstützt Menschen darin, sich ein Leben in Würde und Sicherheit aufzubauen. Dieses Ziel kann nur erreicht werden,wenn den betroffenen Menschen mindestens ein soziales Existenzminimum zugestanden wird, das ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.“

„Von Armut betroffene Personen leiden häufiger unter gesundheitlichen Problemen als andere und verzichten öfter auf den Arztbesuch. Dies hat grössere gesundheitliche Einschränkungen und höhere Gesundheitskosten zur Folge.“ informiert Ursula Zybach, Grossrätin und Vizepräsidentin der SP Kanton Bern.

Für Auskünfte: Thomas Näf (Präsident KABBA) 079 535 72 44 / thomas.naef@kabba.ch

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Autor KABBA

KABBA
KABBA «Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen»

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