Grundsatzpapier 2016
Allianz gegen Sozialapartheid
Netzwerk-Erwerbslosenkomitees der Schweiz

Wir, die wir Erwerbslose und prekär Arbeitende unterstützen, organisieren, beraten und verteidigen, – schliessen keinen Menschen aus aufgrund seiner Hautfarbe, seines Aufenthaltsstatus‘, seines Alters, seiner Nationalität, seines Geschlechtes, seiner Religion.

Das Netzwerk setzt sich ein

  • im Sinne der gegenseitigen Hilfe unter allen Beteiligten
  • für würdige und bessere Lebensbedingungen aller Erwerbslosen und Armutsbetroffenen
  • für mehr Selbstbestimmung in der Arbeitswelt
  • für soziale Gerechtigkeit
  • gegen jede Ausgrenzung
  • gegen jede Form des Rassismus und Sexismus

Die Mittel des Netzwerkes sind die gegenseitige Hilfe und die gemeinsame Aktion

Das Netzwerk untersucht Entwicklungen im Bereich der sozialen Sicherung und der Prekarisierung in Arbeitsverhältnissen.

Das Netzwerk organisiert Austauschtreffen, um sich über die Entwicklungen in den genannten Bereichen in allen Landesteilen auszutauschen.

Das Netzwerk entwickelt gemeinsame Forderungen bezüglich des zweiten Arbeitsmarktes, der landesweiten sozialen Sicherung durch die Sozialhilfe, der ungeschützten Arbeitsverhältnisse, der Arbeitssituationen im Niedriglohnbereich.

Insbesondere werden folgende Themen untersucht

Die Situation

  • der ArbeiterInnen auf Abruf,
  • der MulijobberInnen,
  • der Temporärarbeitenden
  • der PraktikantInnen,
  • der Selbständigen
  • der jungen Erwerbslosen,
  • der älteren Erwerbslosen,
  • der BezügerInnen von Sozialhilfe
  • der Bezügerinnen einer IV Rente
  • der Arbeiterinnen ohne geregelten Aufenthalt

Die Wohnsituation einkommensschwacher Gruppen ist ebenso Thema wie der erschwerte Zugang zu Bildung.

Einklagbare soziale Rechte ist ein weiteres Thema des Netzwerkes.

Mit den Umwälzungen von der industriellen zur digitalisierten, global strukturierten Produktion werden die errungenen, sozialen Ausgleichsmechanismen zerstört.

Entrechtete, prekär, billig und flexibel Arbeitende, teils selbständig, teils angestellt, kämpfen rund um die Uhr um Arbeit und Aufträge.

In vielen Bereichen der Arbeitswelt haben in den letzten Jahren die Anzahl der prekär Beschäftigen  massiv zugenommen haben. Immer mehr Menschen arbeiten auf Abruf, in mehreren   Teilzeitstellen, in befristeten Stellen, temporär ohne Aussicht auf eine Festanstellung u.v.m.

Sobald eine Arbeit weg fällt, werden diese Menschen bei den Sozialversicherungen noch einmal diskriminiert, da das soziale Sicherungssystem auf Festangestellte mit einem Vollzeitpensum ausgerichtet ist und weniger auf diese neuen flexiblen Arbeitsverhältnisse.

Zudem kommen ausländerrechtliche Bestimmungen, die flexibel  Arbeitende wegen Bezug von Sozialhilfe kriminalisieren.

Das Netzwerk entwickelt Gegenstrategien und sucht nach neuen Widerstandsformen, um die Verhandlungsmacht der Prekären zu verstärken.

Das Netzwerk versteht sich als Knotenpunkt in einem internationalen Netzwerk von basisorientierten Selbsthilfeinitiativen.

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