Gegner der AVIG-Revision gründen ein Referendumskomitee

Am 8. Juni hat der Ständerrat die 4. Revision des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) in der härtesten Version angenommen.

Extrem beunruhigt wegen der Kürzung der Leistungen, die diese Revision für Arbeitslose und Stellensuchende bedeutet, haben drei Organisationen ein Referendumskomitee gegründet.

Der Ständerat hat die 4. Revision des AVIG in seiner härtesten Version angenommen. Wenn die jetztige Version der Gesetzesrevision bereits in der Herbstsession durch den Nationalrat akzeptiert würde, könnten den Arbeitslosen bereits 2011 die Leistungen drastisch gekürzt werden. Ausgerechnet, in der aktuellen Krise.

Bildung eines Referendumkomitees

Es besteht also akute Eile. Deshalb hat das Arbeitslosenkomitee La Chaux-de-Fonds beschlossen, ein Referendum zu lancieren. Zusammen mit der IGA Basel (Interprofesionelle Gewerkschaft der ArbeiterInnen) und dem KABBA Bern (Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen) haben die Organisationen den ersten Schritt gemacht und das «Nein zum Abbau der Arbeitslosenversicherung» entschieden. Nun werden andere Organisationen dafür mobilisiert. Im Fall einer Annahme der Gesetzesvorlage durch die Räte, ist das Referendum beschlossene Sache. Andere Organisationen haben bereits ihr Interesse angekündigt.

Für Auskünfte: Thomas Näf (Präsident KABBA) 079 535 72 44 / thomas.naef@kabba.ch

KABBA

KABBA
KABBA «Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen»

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