Internetcafé Power-Point 2011

Internetcafé für Armutsbetroffene
Internetcafé Power-Point auf Erfolgskurs
Der Besucherandrang belegt das Bedürfnis für dieses Angebot

Am 1. April 2012 konnte das Internetcafé Power-Point für Erwerbslose und Armutsbetroffene sein einjähriges Bestehen feiern. Insgesamt haben seit der Eröffnung 4642 Personen das Internetcafé aufgesucht, davon 1701 allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Das heisst, die Besucherzahlen steigen stetig und führen dazu, dass das Angebot bereits nach dem ersten Betriebsjahr zeitweise an seine Kapazitätsgrenzen stösst.

Bei den Besucherinnen und Besuchern des Gratis-Internetcafés im Untergeschoss der Monbijoustrasse 16 handelt es sich um Erwerbslose, Ausgesteuerte und Armutsbetroffene aus der Region Bern und zwar sowohl um Schweizerinnen und Schweizer wie auch um Menschen mit Migrationshintergrund.

Das Internetcafé Power-Point bietet Zugang zu einem Werkzeug, das für die meisten Menschen unverzichtbar geworden ist, aber eben längst nicht allen zur Verfügung steht. Sehr oft werden die Computerarbeitsplätze für die Stellen- und Wohnungssuche genutzt.

Die immer noch steigenden Zahlen belegen das dringende Bedürfnis für unser Angebot und lassen einen regelrechten Besucheransturm für den Rest des Jahres 2012 erwarten.

Für Auskünfte: Thomas Näf (Präsident KABBA) 079 535 72 44 / thomas.naef@kabba.ch

Erfolgsgeschichten Internetcafé Power-Point

Daniel wurde gehörlos geboren und verständigt sich durch Lippenlesen. Ihm wurde unerwartet die Wohnung gekündigt. Daniel wurde von der Beratungsstelle für Schwerhörige und Gehörlose zu uns geschickt. Zum ersten mal war er am 24. März im Internetcafé Power-Point wo wir ihn bei der Suche nach einer Wohnung im Internet unterstütz haben. Gleichzeitig haben wir für Ihn den Kontakt zu Vermieter und Liegenschaftverwaltungen übernommen. Bereits am 7. April hat Daniel die Zusage für einer Wohnung erhalten.

Nach der Eröffnung des Internetcafés Power-Point war Bruno fast täglich im Internetcafé Power-Point auf Stellensuche. Mit selbst geschriebenen Bewerbungen ist es ihm gelungen, nach 6 Monaten eine Stelle im Verkauf zu finden. Seine Bewerbungsbriefe waren so kreativ, dass sie auf unserer Webseite zum Download angeboten werden.

Annelies (58 Jahre) musste nach Ihrer Scheidung kurze Zeit von der Sozialhilfe unterstützt werden, da ihr Einkommen nicht zum Leben reichte. Da sie keine Computerkenntnisse hatte, besuchte Sie unseren Computerkurs. Sehr schnell lernte Sie, den Computer zu bedienen und Briefe und E-Mails zu schreiben. Heute erzielt Sie zusätzlich zu Ihren Alimenten mit dem Verkauf von handgeschriebenen Karten ein Einkommen und muss keine Sozialhilfe mehr beanspruchen.

Melinko kommt aus Bosnien/Herzegowina er ist 62 Jahre alt, Melinko arbeitet im zweiten Arbeitsmarkt als Kellner in einem Gastronomiebetrieb in der Region Bern. Sein Einkommen beträgt 1000 Fr. pro Monat, zusätzlich wird er von der Sozialhilfe unterstützt. Melinko wurde die Wohnung gekündigt, weil die Liegenschaft in der er wohnt, totalsaniert werden soll. Zum Ersten mal war er am 24. Juni 2016 im Internetcafé Power-Point wo wir in bei Wohnungssuche im Internet unterstützt haben. Gleichzeitig haben wir für Ihn den Kontakt zu Vermieter und Liegenschaftverwaltungen übernommen und die Wohnungsbewerbungen für Ihn erstellt. Am 2. Januar 2017 hat Melinko die zusage für einer Wohnung erhalten.

Clarett ist eine Schweizer Staatsbürgerin afrikanischer Herkunft. Sie Arbeitet als Hilfskraft im Pflegebereich. Sie besucht den Computerkurs seit 2 Monaten. Damals konnte Sie den Computer kaum bedienen und besass keine E-Mail Adresse. Sehr schnell lernte Sie, den Computer zu bedienen und Briefe und E-Mails zu schreiben. Der Kurs hat sie so überzeugt, dass jetzt auch Ihre erwachsene Tochter Christina den Computerkurs besucht.

Der Computerkurs wird von Schweizern wie auch von Migranten besucht. Neben dem Erlernen der Bedienung der Computer ergibt sich immer auch ein kultureller Austausch zwischen den Kursbesuchern. Ebenso werden auch Tipps zum Alltag in der Schweiz zwischen den Kursbesuchern ausgetauscht.

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Autor KABBA

KABBA
KABBA «Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen»

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