Jahresbericht 2016

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Create Date24. Mai 2017
Last Updated13. Januar 2018
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2016 hat die Stadt Bern einen Leistungsvertrag mit dem KABBA für das Internetcafé Power-Point sowie für das Projekt «Begleitung für die Wohnungssuche» und für die Computer-Anfängerkurse abgeschlossen. Das Internetcafé erhält jährlich einen Beitrag von Fr. 25'000 von der Stadt Bern.

7342 Personen suchten das Internetcafé Power-Point 2016 auf. Ein grosser Teil, nämlich rund 56 Prozent der Besucher, waren asylsuchende Frauen, Männer und Kinder, welche unser Gratisangebot primär für Sozialkontakte nutzten. Für sie ist das Internetcafé Power-Point oft die einzige Möglichkeit, mit ihren Angehörigen in Kontakt zu treten.

Rund 23,8 Prozent der Besucher nutzten unser Angebot für die Stellen- und Wohnungssuche, zur Erledigung von Korrespondenz und zum Lernen. Dabei handelte es sich um Erwerbslose, Ausgesteuerte und Armutsbetroffene aus der Stadt und Region Bern.

Für nicht wenige unserer Gäste nimmt der regelmässige Aufenthalt bei uns einen festen Platz in ihrer Tagesstruktur ein. Dies ist eine gute Voraussetzung für soziale Kontakte zwischen Schweizern, Migranten und Asylsuchenden.

Das Internetcafé Power-Point war im Berichtsjahr an 218 Tagen geöffnet und betreut.

11 Personen haben an unserem Computer-Anfängerkurs teilgenommen. Damit sind sie nun in der Lage, selbstständig einen Computer zu bedienen. Gleichzeitig wurden alle KursteilnehmerInnen mit einer E-Mail-Adresse ausgestattet und in der Benutzung geschult.

Verschiedene soziale Institutionen machen auf unser Angebot aufmerksam. Zum Beispiel Caritas, die Heilsarmee, die Beratungsstelle Triio, die Passantenhilfe, die kirchliche Gassenarbeit Bern, Pinto, Pro Infirmis, die Winterhilfe sowie die Sozialämter und RAVs der Region Bern.

KABBA und das Internetcafé Power-Point leisten mit ihrem Angebot seit vier Jahren einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zur Linderung der wachsenden Armut in der Region Bern.

Unterstützung bei der Wohnungssuche

Unser Angebot richtet sich an Erwerbslose und von Armut betroffene Menschen. Das Angebot reicht von der Unterstützung bei der Wohnungssuche im Internet, der Kontaktaufnahme mit VermieterInnen, der Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. 2016 wurde unser Angebot von 103 Personen benutzt.

Viele dieser Menschen haben sprachliche Schwierigkeiten und stammen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Oft haben sie Niemanden, der ihnen bei der Suche helfen könnte und verfügen über wenig Kenntnisse über den Wohnungsmarkt. Sie benötigen Unterstützung vom ersten Schritt an – also von der Suche von geeigneten Wohnungen – bis hin zur Kontaktaufnahme mit Verwaltungen und dem Ausfüllen von Formularen.

Unsere Unterstützung gibt den Wohnungssuchenden wieder Hoffnung, da diese sich mit ihren Problemen angenommen fühlen. Dadurch werden sie teilweise selber eher aktiv. Diese Funktion der Unterstützung ist nicht zu unterschätzen.

Sozialdienste sind daran interessiert und beauftragt, ihren Klientinnen und Klienten Wohnraum zur Verfügung zu stellen bzw. sie darin zu unterstützen, geeigneten Wohnraum zu finden. Diese Aufgabe kann aber oft nicht bewältigt werden und die KlientInnen werden sich selbst überlassen oder an uns verwiesen.

KABBA

KABBA
KABBA «Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen»

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